Wie sicher sind PDFs wirklich?
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PDF-Dateien sind fest in unser privates, aber auch unser professionelles Leben integriert. Das gilt vor allem dann, wenn es um das Versenden und Empfangen von Dokumenten wie Verträgen, Präsentationen, Anleitungen und Informationsblättern geht. Sie sind neben Varianten wie Word- und Excel-Dateien die populärsten Dateiformate überhaupt und gelten weitestgehend als sicher. Allerdings befindet sich auch in einem PDF in einigen wenigen Fällen Schadsoftware. Hacker sind nämlich imstande, Viren in so gut wie jedes Dateiformat einzuschleusen. Ebendarum sollten Anwender auch beim Download von PDF-Dateien vorsichtig sein und sich fragen, wie man sich frühzeitig und bestmöglich gegen einen entsprechenden Angriff schützt.
Die Risiken von PDF-Viren
Wenn ein PDF-Dokument mit einer Schadsoftware bespielt wurde, infiziert die Datei den Computer, sobald sie auf dem Gerät geöffnet wird. Hacker nutzen dabei Sicherheitslücken in den verwendeten Softwareanwendungen oder PDF-Readern aus. So erhalten sie Zugang zum jeweiligen Betriebssystem.
Ransomware und Trojaner sind unter den am häufigsten via PDF versendeten Schadsoftwares. Ein Ransomware-Angriff besteht darin, dass Daten auf dem Rechner verschlüsselt werden, auf dem die infiltrierte Datei geöffnet wird. Nutzer haben in der weiteren Folge nicht länger Zugriff auf die betroffenen Daten und die Hacker fordern üblicherweise die Zahlung eines „Lösegelds“. Nur dann bieten sie die Entschlüsselung an. Zum Teil drohen sie sogar mit einer Veröffentlichung sensibler und potenziell belastender Daten.
Unter einem Trojaner ist wiederum ein als nützliche Anwendung getarntes Programm zu verstehen. Dieses wird installiert und häufig erst einmal zu seinem eigentlichen Zweck genutzt. Dabei infiziert die Malware den Computer zunächst unbemerkt. Der Trojaner stiehlt im weiteren Verlauf Daten, erlangt die Kontrolle über den Computer und installiert mitunter weitere Schadsoftware.
Die Infizierung mit solcher Schadsoftware ist in jedem Fall lästig, mitunter teuer und kann den eigenen PC oder gar das gesamte Netzwerk schädigen, weshalb sich Nutzer bestmöglich schützen sollten.
Schutz vor Malware in PDFs
Es gibt einige Möglichkeiten, um sich vor in PDFs enthaltener Schadsoftware zu schützen. Zu diesen zählt unter anderem der richtige Umgang mit E-Mail-Anhängen.
Verdächtige E-Mails sollten Anwender grundsätzlich nicht öffnen. Besteht Unsicherheit darüber, ob eine E-Mail tatsächlich von einem offiziellen Absender stammt (beispielsweise von der eigenen Bank, dem E-Mailprovider oder einer genutzten Verkaufsplattform), ist ein Anruf beim jeweiligen Kundenservice der nächste sinnvolle Schritt.
Sogenannte Phishing-Mails sind meist daran erkennbar, dass in der E-Mail Druck aufgebaut wird. So wird zum Beispiel ein anstehendes Löschungsdatum des Kontos oder eine Strafzahlung bei nicht rechtzeitiger Beantwortung in den Text integriert. Nutzer sollen zur Vermeidung entsprechender Maßnahmen sofort sensible Daten bestätigen, also zum Beispiel ihr Passwort oder Kreditkarteninformationen. Teilweise wird auch damit gedroht, dass bei Nichtbestätigung das Bankkonto gesperrt wird.
Viele Betriebssysteme werden ab Werk mit integrierten Antivirenprogrammen angeboten. Diese funktionieren in der Regel zuverlässig, haben aber mitunter einen begrenzten Funktionsumfang. Sicherheitsbewusste Nutzer installieren daher bei Bedarf weitere Antivirenprogramme und führen regelmäßige Virenscans durch, wenn sie sich noch besser gegen Cyberangriffe schützen wollen.
Seriöse Tools nutzen
Möchten sich Nutzer bestmöglich gegen Viren aus PDF-Dateien absichern, sollten sie ausschließlich bekannte und seriöse PDF-Tools, wie beispielsweise Smallpdf, nutzen. Bleibt nämlich die regelmäßige Aktualisierung eines PDF-Readers außen vor, entstehen schnell mitunter gefährliche Sicherheitslücken.
Vor dem Einsatz von PDF-Software zu überprüfen, ob diese auf dem neuesten Stand ist, ist deshalb eine wichtige Grundvoraussetzung. Zudem sollten Anwender sich gründlich mit den Sicherheitseinstellungen des PDF-Readers auseinandersetzen, denn möglicherweise lassen sich hier weitere Schutzmaßnahmen aktivieren.
Autor:Jenny Reichenbacher aus Nürnberg |
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