Projekt in Schweinau
Umbau beginnt: Die Ambergerstraße wird grün
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- Luftbild des zukünftigen Bauareals in der Ambergerstraße.
- Foto: Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung/Stadt Nürnberg
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NÜRNBERG Sör beginnt am 3. März mit dem Umbau der Ambergerstraße. Diese wird von der Zweibrückener Straße bis zur Georg-Paul-Amberger-Schule als Grünanlage mit Spielplatz umgebaut, daneben wird der dortige Schulhof mit Freisportflächen umfassend saniert.
„Ich freue mich sehr, dass es nun losgeht. Ein großes grünes Projekt für den Stadtteil Schweinau. Davon werden Jung und Alt profitieren, da bin ich mir sicher. Nach dem Umbau stehen rund 9 000 Quadratmeter zusammenhängende öffentliche Grünanlage zur Verfügung, vorher reihte sich hier Asphalt an Asphalt. Die umfassende Entsiegelung von 5 500 Quadratmetern Fläche verbessert das Klima im gesamten Areal, schafft Schatten und Aufenthaltsqualität. Wir werden nach dem bewährten Schwammstadtprinzip bauen: Niederschlagswasser wird künftig zurückgehalten, zur Bewässerung genutzt, kann verdunsten und versickern“, sagt Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel.
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- Übersichtsplan Ambergerstraße.
- Foto: Stadt Nürnberg / Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten GmbH)
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Die Umgestaltung erfolgt in drei Bauabschnitten. Zunächst werden die seit Jahren gesperrten Freisportanlagen der Georg-Paul-Amberger-Schule zurückgebaut und an neuer Stelle so errichtet, dass der Allwetterplatz mit einem Fußball- und zwei Basketballfeldern öffentlich nutzbar wird. In den Sommerferien 2025 folgt der zweite Bauabschnitt, die Erneuerung des Pausenhofs. Dieser bisher komplett asphaltierte Platz erhält Grünflächen und wird wieder zum Spielhof mit einem großzügigen Verkehrserziehungsplatz umgestaltet. Die Arbeiten hierzu sind Ende 2025 abgeschlossen.
Im dritten Abschnitt baut Sör von Frühjahr 2026 bis voraussichtlich Sommer 2027 die Grünanlage mit Spielplatz. Am nördlichen Eingang der Schule wird ein Wendehammer eingerichtet, von dort bis zur Zweibrückener Straße wird eine neue Grünfläche geschaffen. Dieser Raum – momentan vorwiegend als Parkplatz genutzt – wird entsiegelt und nur durch einen Gehweg erschlossen. Daneben, im Bereich der ehemaligen Trambahngleise, entsteht ein eigener Radweg in Form einer Radschnellverbindung. Die neu gewonnene öffentliche Grünfläche erhält eine Größe von rund 7 000 Quadratmetern. Die Nutzung der Grünanlage soll zum einen durch einen großen Kinderspielplatz und zum anderen durch ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot für Jugendliche und Erwachsene attraktiv werden. Neben einer kleinen Calisthenics-Anlage entsteht ein Aufenthaltsbereich für Jugendliche mit Teqball-Platte. Kleine Platzflächen mit Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und die alten Trambahngleise, die hier zum ehemaligen Depot führten, werden sichtbar und erinnern an vergangene Zeiten.
Der wertvolle Baumbestand wird erhalten, weiterentwickelt und durch neue Baumpflanzungen ergänzt. Die Bäume werden künftig mit Niederschlagswasser versorgt und gewinnen somit wieder an Vitalität. Eine abwechslungsreiche Pflanzung mit Blühsträuchern, Stauden und Wiesen fördert die Biodiversität und Lebensraum für Vögel und Insekten wird geschaffen. Neben den nutzbaren Rasenflächen sollen Blühwiesen entstehen, die nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden. Bei der Pflanzenauswahl werden pollen- und nektarspendende Arten berücksichtigt, die Insekten während der gesamten Vegetationsperiode Nahrung bieten. Ebenso werden Beerensträucher verwendet, die Vögeln als Nahrungsquelle dienen.
Durch die attraktiven Fuß- und Radverbindungen soll der motorisierte Individualverkehr im Stadtteil reduziert werden. Die Ambergerstraße wird von der Nopitschstraße bis zum geplanten Wendehammer am Schulhaus zur Fahrradstraße, ebenso die im Süden anschließende Turnerheimstraße. Entlang der neuen Grünanlage werden die beiden Fahrradstraßen durch den neuen Radweg verbunden. Die Straßenplanung sieht zudem Verbesserungen für die Schulwegsicherheit vor, unter anderem durch breitere Gehwege und bessere Querungen. Die Kosten für das Projekt betragen voraussichtlich rund 6,1 Millionen Euro.
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